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Link zum Lebenslauf des Schanzenerbauers Johannes Georg Neuber
Link zur Baugeschichte „Neuber-Schanze“ (PDF)
Link zu technischen Daten der „Neuber-Schanze
Link zu technischen Daten der „Röthenbacher Flug-Schanze
Link zu Fotos zur Frauensteiner „Wintersportgeschichte“ 
Link zu Fotos zur Frauensteiner „Wettkampfszene“ (1940-1960) 

Wintersportgeschichte von Frauenstein:
In den 1920er Jahren begann auch im Osterzgebirge die Zeit, zu der es immer mehr Sportvereine in den Wintersport trieb. Eine Werbung zur „Perle des Osterzgebirges“ lautete: „Schönstes Skigelände mit langen Abfahrten direkt am Ort. Skikurse und Rodelbahn…“
Die Skier kamen Ende des 19. Jahrhunderts aus Skandinavien zu uns…
In Frauenstein bauten vor allem die Stellmachermeister Oswald und Ewald Preißler die „Schneeschuhe“ (wie sie damals hießen) und Rodelschlitten. In Nassau baute diese Curt Storch aus Eschenholz
Johannes Georg Neuber, ein Individualist und Enthusiast, baute 1923 die Sprungschanze an der Burgruine Frauenstein, 1937 die Sprungschanze „Grünschönberg“ an der Illingmühle und die „Flugschanze“ im Weißeritztal bei Röthenbach. Er baute nach Gefühl und zog mit einer Blechmulde den abzutragenden Boden talwärts. In nicht enden wollenden Arbeitsschritten formte er so ein Schanzenprofil, das seinen Vorstellungen entsprach. K-Punkt und andere Fachbegriffe waren ihm unbekannt. Doch die Sportler nahmen seine Arbeiten sofort an und das war sein schönster Lohn. In den ersten Jahren und bis ins höhere Alter sprang er auch noch selbst.

Am 1.6.1923 gab es einen Beschluss des sächsischen Skiverbandes, in Frauenstein eine Sprungschanze zu errichten. Weder der Verband noch der örtliche Skiverein hatten das Geld von 300.000 Mark, die in der Inflationszeit der Bau kosten sollte oder könnte. So übernahm die Stadtkasse „bis auf Weiteres“ die Kosten. Das sächsische Finanzministerium genehmigte die Überlassung der Abteilung 22 des Forstreviers für den Bau einer „Sprunghügel-Anlage“.
Am 11.09.1923 gab es Beschlüsse, um das Bauende zum Beginn der Wintersaison abzusichern. Die Stadt leistete die Zuschüsse, die Mitglieder des Skivereins und weitere Unterstützer bauten die „Laufbahn“ der Schanze. Die Arbeitslöhne beliefen sich auf 460 Milliarden Mark (Inflation).
Vom 05. bis 06.01.1924 gab es den Kreiswettlauf des Kreises „Osterzgebirge“, Langläufe, Militärlauf, Abfahrtslauf, Jugendspringen am kleinen Hügel an der Schlosswiese und Sprunglauf an der großen Schanze im Park.
Zu diesem Anlass wurde die Parkschanze auf den Namen ihres Erbauers
„Johannes-Georg-Neuber-Schanze“ getauft. „Ski Heil, Heil, Heil“ ertönte.
Strenge Kälte und tiefer Schnee und Sonntagssonnenschein hatte ca. 400 Personen mit Sonderzügen nach Frauenstein gebracht. Die wesentliche Organisation lief über die örtlichen Vereine und soll sehr toll gewesen sein. Auch die damals schon vorhandenen „hartgesottenen Nörgler und Zweifler“ sahen, wie Frauenstein in die Reihe der Wintersportplätze eingetreten war.
Dann kam der verherende 2. Weltkrieg und mit seinem Ende der Wunsch nach körperlicher Betätigung, Höher-Schneller-Weiter. Damit die Schanze attraktiv wurde, war schon zum Bau die Einsturzstelle in der Burgmauer erweitert und der Anlauf zur Zisterne (fälschlich Brunnen genannt) entstanden. Damals gab es keine denkmalschützerischen Einwände. Die schneearmen Winter in den 1970er Jahren führten zur Einstellung des Sprungbetriebes und Abriß des Kampfrichterturms. Seit der Schließung der Ringmauer im Jahre 2001 bleiben nur Teilstücke und Erinnerungsfotos an diese Schanze.

In der Schule und im Trainingszentrum Skilanglauf wurden bis 1991/92 wintersportliche Wettämpfe (LINK) organisiert und durchgeführt.
Zwischen 1985 und 1993 gab es durch Privatinitialive am Schloßhang einen Schlepplift, der  gern genutzt wurde. Durch die Vorschriften zur Gewährung der Sicherheit wurde auch diese Freizeitbetätigung eingestellt. Durch den nun fehlenden Liftbetrieb gab es keinen Abfahrtslauf mehr, die Sportler fahren nach Holzhau, Hermsdorf oder Rehefeld. Für den Langlauf (LINK) sind in Frauenstein mehrere Laufrunden bei stabilem Winterwetter gespurt, in Nassau ist das Angebot größer, anspruchsvoller und beinhaltet eine Nachtloipe. Im Stadtteil Dittersbach gibt es eine kleine Schanze auf der bei entsprechender Schneelage auch Wettkämpfe stattfinden (LINK) könnten.  Sie trägt den Namen "Schulbuschschanze" (LINK). und hat auch junge Sportler in die Leistungszentren des Deutschen Skiverbandes gebracht.
(In Vorbereitung:  Talente, Skijöring, Trainingsstützung Langlauf in Nassau und Frauenstein, K-Wagenrennen, Motocross, Mountainbiker - hierzu werden Niederschriften, Urkunden, Pokale und Fotos gesucht!!!)